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Freitag, 30. Januar 2026

Die Sturmtochter von Florence Winter

Foto: @Tanja Rothert (Hintergrund kostenlos von Pinterest)

Die Sturmtochter 

Die Frauen der Inseln 1

von Florence Winter 

Piper Verlag           432 Seiten       ET: 01.08.2025

Verlagsinfo Piper:

Stürmische Inseln und dunkle Familiengeheimnisse – der Auftakt der romantisch-dramatischen Reihe „Die Frauen der Inseln“ für alle Fans von Soraya Lane und Lucinda Riley

Was geschah damals auf der Insel der vermögenden Familie Fraser? 

Erst geht ihr Auto in Flammen auf, dann geschehen unheimliche Dinge im einsamen Herrenhaus ihrer Familie. Wer will die 24-jährige Journalistin Isla Fraser davon abhalten, das Geheimnis um ihre Tante Shelly, die vor zwanzig Jahren verschwand, zu lüften? Tagebucheinträge ihres Vorfahren sowie die Aufzeichnungen seiner Tochter Rosa aus den 1850er-Jahren führen Isla erst an die wilde Küste Schottlands und schließlich auf eine vom Sturm umtoste Insel, die seit vielen Jahren im Familienbesitz ist. 

Wieso wusste Isla von dieser Insel nichts? Als der charmante Fischer Ben anbietet, Isla mit seinem Boot auf die Insel überzusetzen, scheint es ein Glücksfall. Bis sie dort einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt, das auch Shelly und Rosa zum Verhängnis wurde.

In höchster Gefahr wendet sich Isla an Ben. Doch kann sie ihm und ihren Gefühlen wirklich trauen? Schon einmal nahm eine Liebe auf dieser Insel ein schicksalhaftes Ende ... 

Fesselndes Gefühlskino – Florence Winter entführt ihre Leserinnen in „Die Sturmtochter“, „Die Gezeitentochter“ und „Die Wellentochter“ in die schottischen Highlands und auf die sagenumwobenen Inseln der Äußeren Hebriden, Orkney und St. Kilda. (Unbezahlte Werbung, Coverrechte Verlag)

 


Meine Meinung (Tanja):


„Dunkle Abgründe in der Vergangenheit“

 

Florence Winter ist das neue Pseudonym einer mir seit langem bekannten Autorin, deren Bücher ich regelrecht verschlinge. Mit DIE STURMTOCHTER hat sie mein Leserherz wahrhaftig im Sturm erobert. Schon von der ersten Seite an war ich absolut gefesselt.

Ich lerne die 24-jährige Isla Fraser als selbstbewusste und eigenständige Frau kennen. Sie macht ihren Weg als freie Journalistin ohne den Einfluss und das Geld ihrer Familie, weshalb die Beziehung zu ihrem Vater etwas angespannt ist. Die Recherche nach dem Verbleib ihrer Tante Shelley, die vor 20 Jahren nach Australien ausgewandert sein soll, scheint schlafende Hunde zu wecken. Nur knapp entgeht sie einer Reihe von Unfällen. Auf ihrem alten Familiensitz in Schottland findet sie Unterlagen ihrer Vorfahren aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und stellt fest, dass sich eine kleine Insel bei den Äußeren Hebriden immer noch in Familienbesitz befindet. Warum wurde ihr die Existenz von Eilean Taigh-Mór-Fraser verschwiegen? Zusammen mit dem Bootsführer und Fischer Ben Harris sucht sie die Insel auf und entdeckt ein abscheuliches Familiengeheimnis, welches kaum in Worte zu fassen ist.

Temporeich und bildhaft erzählt die Autorin auf zwei Zeitebenen abwechselnd aus der Sicht von Isla in der Gegenwart und Rosa in der Vergangenheit eine Geschichte voller Dramatik, jeder Menge Emotionen und fesselnder Spannung. Stück für Stück offenbaren sich hier durch Entdeckungen in der Gegenwart die schrecklichen Taten des Charles Fraser, die bis heute vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Mit den beiden weiblichen Protagonistinnen hat Florence Winter zwei starke Frauen in den Fokus gesetzt. Rosa hat in ihrem Leben so viel durchgemacht, dass ich verstehen konnte, dass sie es ihren Nachfahren überließ, das Grauen bekannt zu machen. Dass jedoch gut 150 Jahre alles vertuscht wurde, ließ mich nur sprachlos den Kopf schütteln. Wer hinter das Geheimnis kam, musste verschwinden. Die Art und Weise, wie sich die Familie Isla in den Weg stellt, ist unentschuldbar. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, dass sollte unbedingt selbst gelesen und erlebt werden.

Vielen Dank liebe Florence Winter für dieses herausragende Lesehighlight, welches gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit meinem bisherigen Lieblingsbuch aus Deiner Feder führt. Hach, ich liebe sie einfach. Wie gut, dass am 27.02.2026 bereits DIE GEZEITENTOCHTER, der nächste Band aus dieser Reihe, erscheinen wird.

 

Mein Fazit:

Eine dramatisches Familiengeheimnis, das genauso rau und wild ist wie die Landschaft Schottlands. Große Emotionen, starke Charaktere und eine fesselnde Story. Florence Winter weiß, wie sie uns Leser begeistert. 

 

Florence Winter

Florence Winter liebt Geheimnisse, alte Häuser und Geschichten, die von klein auf ihr Leben begleiten. Sobald sie lesen konnte, fing sie auch an zu schreiben. Später studierte sie Germanistik, gründete ein Theater und lebt heute mit fünf Hunden, einer Katze und einem Mann zusammen. In England und Schottland fühlt sie sich zu Hause und liebt die unendliche Weite der Highlands. 

 

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