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Sonntag, 5. Juli 2026

Nur ein kurzer Sommer von Astrid Lehmann


Foto @Gisela Simak. Hintergrund kostenloses Bild von Pixabay. 



Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Gmeiner Verlag.


Verlagsinfo: Nur ein kurzer Sommer

Bretagne, Juni 1940. Deutsche Panzer rollen durch die Küstenstadt Vannes. Im Chaos der Invasion liegt die junge Anne-Marie in den Wehen und droht, bei der Geburt ihres Kindes zu sterben. Im Gefolge der Wehrmacht ist der frisch ausgebildete Arzt Helmut. Er rettet der jungen Mutter das Leben und im bretonischen Sommer kommen die beiden sich näher.

Zur gleichen Zeit lebt der sechsjährige Emil mit seiner Familie auf einem abgelegenen Bauernhof im Nordschwarzwald fernab vom Krieg. Anne-Marie, Helmut und Emil, vom Schicksal verbunden, ahnen nicht, wie zerbrechlich ihr Glück ist …


Meine Meinung 


Eine verbotene Liebe, mitten in den Kriegswirren.


Bretagne 1940

Der junge Arzt Helmut arbeitet in der Küstenstadt Vannes in einem Kloster, welches verletzte Soldaten aufnimmt. Er und die Klosterfrau Bernadette retten der schwangeren Anne-Marie das Leben und helfen einem Mädchen auf die Welt. Es ist Sommer in der Bretagne und die zwei jungen Menschen verlieben sich ineinander. Helmut wird an die Ostfront versetzt. Er verlobt sich vorher mit Anne-Marie und bittet sie, auf ihn zu warten.

Nordschwarzwald 1940

Helmuts kleiner Bruder Emil stand von jeher im Schatten des großen Bruders. Er kann es seiner Mutter selten recht machen. Mit seinem blinden Vater geht er gerne spazieren, weil er ihn alles fragen kann und viel über Pflanzen und Tiere lernt. Da der blinde Vater keine Arbeiten auf dem Hof verrichten kann, hilft der Sechsjährige, wo er nur kann. Zur Unterstützung bekommen sie drei Polen zugewiesen, die Emil jeden Tag mit seinem geliebten Hund holen und wieder zurückbringen muss. Anfangs hat der Junge vor den Kriegsgefangenen Angst; merkt jedoch schnell, dass von den halbverhungerten Männern keine Gefahr ausgeht. Emil wird noch über sich selbst hinauswachsen und Großes leisten. 

Die Geschichte erzählt vom Zweiten Weltkrieg sowie der Nachkriegszeit. Sie erzählt von Vorurteilen, die sogar manche Eltern gegenüber ihren Kindern haben, und von dem Gerede der Nachbarn, das sie über das Wohl ihrer Kinder stellten. Es gab Szenen, bei denen ich einfach nur fassungslos war und meinen Taschentüchervorrat ziemlich aufgebraucht habe.

Ich habe in diesem biografischen Roman einige Gemeinsamkeiten zu meiner eigenen Familiengeschichte entdeckt. Das dürfte kein Einzelfall gewesen sein, da sehr viele Menschen die gleichen Dramen erlebt haben.

Astrid Lehmann hat ihre Figuren sehr liebevoll gezeichnet, was der eigenen Familiengeschichte geschuldet sein dürfte, die sie in diesem Roman eingebunden hat. Genaueres erfahrt ihr im Nachwort.

Wieder einmal wird einem bewusst, wie unnötig dieser Krieg war.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Astrid Lehmann. Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen. 


Astrid Lehmann

Nach einer kurzen Kindheit in Frankreich und einer etwas längeren Jugend im Schwarzwald hat Astrid Lehmann auf drei Kontinenten in großen Metropolen gelebt und gearbeitet. Nach vielen Jahren in der Ferne ist die Autorin und Wildpflanzenpädagogin in den Schwarzwald zurückgekehrt, wo sie ihre ganz persönliche Heimat gefunden hat. Am liebsten ist sie zu Fuß unterwegs, um ganz in die kleinen Schönheiten am Wegesrand einzutauchen. In der Natur sprießen auch die Ideen für ihre Geschichten




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