Seiten

Donnerstag, 30. Juli 2026

WER BLIND VERTRAUT von Tessa Duncan

Foto: @Tanja Rothert

 

Wer blind vertraut

Die Canterbury-Fälle Band 3

von Tessa Duncan 

 dtv Verlag           480 Seiten           ET: 18.06.2026

Verlagsinfo dtv:

Feinste Psychospannung von Tessa Duncan

Wer blind vertraut

Ein neuer Fall aus ihrer therapeutischen Praxis bringt Lily Brown an ihre Grenzen und sogar in höchste Lebensgefahr. Was ist der Tochter ihrer schwer depressiven Patientin Mary-Ann zugestoßen, die seit fast drei Jahren vermisst wird? Lebt die inzwischen 13-jährige Laura noch? Und wie kann sie dem Heiratsschwindler Paul das Handwerk legen, der ihre Patientin Caroline um viel Geld betrogen hat? Aber nicht nur das: Ist dieser Mann womöglich ein Mörder? (unbezahlte Werbung, Coverrechte Verlag)

Der dritte Fall von Tessa Duncan, alias Bestseller-Autorin Marie Lacrosse. Die spannenden England-Krimis enthalten jede Menge Psychospannung und sind perfekt für Fans von Ellen Sandberg, Tana French, Charlotte Link und Elizabeth George.

 

Begeisterte Presse zur Canterbury-Reihe:

»Ein überaus gelungener psychologischer Kriminalroman, der aufhorchen lässt.« Renate Schattel, Bibliothekswelten

»Das hochspannende Finale setzt die Spitze auf diesen richtig guten Krimi. Sehr gelungen!« Eva Hüppen, Leser-Welt

»Ein spannender und fesselnder Krimi.« Angela Selke, Preußische Zeitung

 

Meine Meinung (Tanja):

 

                  „Wem darfst Du noch vertrauen?“

                                              🌟🌟🌟🌟🌟


Schon beim Auftaktband WER DAS VERGESSEN STÖRT hat mich Tessa Duncan mit ihrem Schreibstil und der Art und Weise, einen Kriminalfall auch auf psychologischer Ebene zu durchleuchten absolut überzeugt. Mit Lily Brown als Protagonistin hat sie einen authentischen und kompetenten Charakter geschaffen. Lily ist empathisch und brillant, wie sie ihr psychologisches Wissen mit klassischer Ermittlungsarbeit verbindet. Die fachliche Kompetenz der Autorin als promovierte Psychologin und Psychotherapeutin ist diesbezüglich eine starke Grundlage.

Bei dem vorliegenden Buch WER BLIND VERTRAUT hat Lily es mit zwei sehr unterschiedlichen Fällen zu tun. Zum einen gibt es da Mary-Ann Lewis, eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die seit dem Verschwinden ihrer älteren Tochter Laura vor fast drei Jahren nervlich am Ende ist. Das familiäre Umfeld von Mary-Ann ist ziemlich suspekt, wie im Laufe der Geschichte klar wird. Am Anfang des Buches habe ich nicht erwartet, welche Ausmaße es annimmt. Zum anderen ist da Caroline, eine reife alleinstehende und finanziell gut gestellte Frau, die auf den Heiratsschwindler Paul reingefallen ist. Ihr Ziel ist es mit Lilys Kenntnissen als Ermittlerin diesem das Handwerk zu legen.

Parallel hat es die Polizeidienststelle Canterbury mit gehäuften Vermisstenfällen junger Mädchen zu tun.

Trotz ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft kniet sich Lily voll rein in die Fälle und fördert tatsächlich neue Ermittlungsansätze zu Tage. Ob und inwieweit die verschiedenen Fälle zusammenhängen könnten, ließen mich immer wieder gedanklich rotieren. Mehrmals gab es überraschende Wendungen und neue Spuren. Tessa Duncans Bücher sind so fesselnd geschrieben, dass man sie nicht aus der Hand legen möchte. Als Leserin fühlte ich mich eher mittendrin als stille Beobachterin.

Die Geschichte endet spannungsmäßig auf dem Höhepunkt, ist schlüssig und lässt keine Fragen offen.

Emotional hat dieses Buch sehr viel von mir gefordert, zu schrecklich und abstoßend waren die Abgründe, die bekannt wurden. Dennoch hing ich an jeder Silbe des Textes, um zu wissen, wie es weitergeht. Thematisiert werden einige brisante Themen, wie häusliche und psychische Gewalt, Messie-Syndrom, Vermisstenfälle junger Mädchen und Geschädigte eines Heiratsschwindlers.

Im Nachwort erklärt die Autorin, welche realen Fälle sie inspiriert haben und wie sie diese mit ihrer Geschichte verknüpft hat. Ihre eigene Erfahrung als promovierte Psychologin und Psychotherapeutin haben auch hier wieder ein perfektes Ergebnis gebracht.

Liebe Tessa Duncan, ich denke ich spreche im Namen vieler Deiner LeserInnen, bitte lass uns auch weiterhin in den Genuss von Lilys Ermittlungsarbeit kommen. Vielen Dank für dieses Lese-Highlight.

 

Mein Fazit:

Auch Band 3 der Canterbury-Fälle ist für mich wieder ein perfekter psychologischer Kriminalroman. Inspiriert wurde die Autorin von mehreren wahren Kriminalfällen, die sie gekonnt verbunden und mit fiktiven Sequenzen ergänzt hat. Starke und authentische Charaktere runden die Story ab.

 

Tessa Duncan

Tessa Duncan hat in Psychologie promoviert und ist ausgebildete Klinische Psychologin und Psychotherapeutin. Nach zehn Jahren in diesem Berufszweig ihres Fachs und weiteren über 20 Jahren als selbstständige Unternehmensberaterin konzentriert sie sich heute fast nur noch aufs Schreiben. Unter dem Pseudonym Marie Lacrosse wurde sie zur vielfachen Bestsellerautorin. Bei dtv erscheint ihre Krimireihe um die ermittelnde Therapeutin Lily Brown. Tessa Duncan lebt mit ihrem Mann und Kater Mirko in einem beschaulichen Weinort.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen