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Am 6. September 1997 stand Charles Spencer in Westminster Abbey und teilte die Trauer um seine geliebte Schwester Diana mit der ganzen Welt. Nun, fast dreißig Jahre später, erzählt er von seinem Leben mit dieser außergewöhnlichen Frau und von der tragischen Woche ihres Todes.
Als Kinder waren Charles und Diana, die beiden Jüngsten der Familie Spencer, unzertrennlich – heimlich nannten sie sich Duch und Carlos. Aufs Engste miteinander vertraut, strichen sie gemeinsam über die weiten Ländereien ihrer Familie, ertrugen herausfordernde Zeiten in verschiedenen Internaten, überlebten furchteinflößende Kindermädchen und halfen sich gegenseitig über die Scheidung ihrer Eltern hinweg.
Das alles veränderte sich dramatisch, als Diana den Prince of Wales heiratete, heute King Charles III., und über Nacht zur globalen Ikone wurde. Charles Spencer wurde Zeuge, wie seine Schwester sich für die Benachteiligten der Gesellschaft engagierte und in ihrer Rolle als Mutter zweier Söhne aufging. Er erlebte auch, wie sie, als ihre Ehe zerbrach und eine barbarische Presse sie verfolgte, völlig allein zurückblieb. Charles Spencer war immer für sie da – bis zu jener schwarzen Nacht im August 1997.
Mit SWAN SONG schenkt uns Charles Spencer das bislang intimste, liebevollste und ehrlichste Porträt seiner Schwester, Prinzessin Diana.
»Wenn ich gefragt werde, wie es war, mit Diana aufzuwachsen, ist mein erster Gedanke immer: Aber ich weiß doch gar nicht, wie es gewesen wäre, nicht mit ihr aufzuwachsen …«
Meine Meinung
Schwanengesang
Auch fast drei Jahrzehnte nach ihrem Tod ist Lady Diana bei vielen Menschen immer noch gegenwärtig. Sogar Menschen, die wenig von der Klatschpresse mitbekommen haben, war und ist Diana ein Begriff.
Am 31. August 1997 erzählte mir mein Mann beim Morgenkaffee, dass Lady Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen ist. Er interessiert sich nicht für Königshäuser und den Klatsch darüber, doch Diana war wirklich fast jedem Menschen bekannt. Auch ohne Interesse wusste man von ihrem Leben, das von Tragödien gepflastert war. Aber auch von der Liebe zu ihren zwei Söhnen.
Dianas Bruder Charles Spencer hat mit sehr viel Empathie aus dem Nähkästchen geplaudert. Aus der Sicht des Bruders lernen wir Diana nachträglich besser kennen. Charles war natürlich bewusst, dass seine Schwester zu einigen Erlebnissen eine andere Sichtweise hatte. Mit seinen beiden älteren Schwestern hatte er keinen so innigen Kontakt wie zu Diana, was dem Altersunterschied geschuldet war. Sie hatten ein liebevolles Elternhaus, in dem sie sich geborgen fühlten. Mit dem Tod des ersten Sohnes, der nur wenige Stunden überlebt hatte, ging die Ehe der Eltern langsam aber sicher zu Bruch. Die Gründe dafür fand ich sehr interessant. Man möge jedoch beachten, dass dies alles aus den Erinnerungen von Dianas Bruder stammt.
Vieles haben wir schon erfahren, als Diana noch lebte. Bei Charles' Biografie konnte ich die Emotionen zwischen den Zeilen spüren und manches erfahren, das die Klatschpresse wahrscheinlich nicht mitbekommen hatte. Mit so viel Liebe hat er über seine Schwester erzählt, aber auch von ihren negativen Seiten, ohne unter die Gürtellinie zu gehen. Diese negativen Seiten waren teilweise bekannt und dürften zu Dianas großer Beliebtheit beigetragen haben. Die Menschen fühlten sich bei ihr verstanden, da sie auch nicht perfekt war. Diese Werte wurden Diana von ihrem Vater vermittelt, der seine Kinder stets aufforderte, allen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.
Die Familie Spencer lebte hauptsächlich im Park House auf dem königlichen Landgut Sandringham in der englischen Grafschaft Norfolk. Nach der Scheidung ihrer Eltern lebten die Kinder zeitweise auch auf dem Stammsitz der Familie Spencer, dem Anwesen Althorp House in Northamptonshire. 1974 besuchte Diana das Mädcheninternat West Heath in Sevenoaks in Kent. Das war keine glückliche Zeit für das junge Mädchen.
Ich habe diese Biografie sehr gerne gelesen. Auf mich wirkte jedes Wort aufrichtig. Ein bisschen Verbitterung konnte ich den Worten von Charles Spencer entnehmen. Das Thema Beerdigung hat mir kalte Schauer über den Rücken laufen lassen und die Hintergründe dazu haben mich sprachlos gemacht.
Ein Märchen, das mit einer Hochzeit begann und mit Swan Song endete.
Herzlichen Dank, Charles Spencer, dass Sie uns an Ihren Erinnerungen teilhaben lassen.
CHARLES SPENCER ist Autor, Historiker, Sprecher, TV- und Rundfunk-Moderator und Journalist. Er ist zudem der neunte Earl Spencer. Sein Werk umfasst neun Sachbücher, vier davon Sunday-Times-Bestseller. Er ist weltweit gefragter Keynote Speaker und stand von 1986 bis 1995 als Korrespondent für NBC News vor der Kamera. Er moderierte für den History Channel, war Co-Host des erfolgreichen Podcasts Rabbit Hole Detectives und schrieb Beiträge für zahlreiche Zeitungen und Magazine. Er ist Kolumnist bei der Financial Times. Seine Ausbildung absolvierte Spencer am Eton College und am Magdalen College, Oxford, wo er sein Studium mit einem M.A. in Modern History abschloss. Charles Spencer ist Fellow der Royal Historical Society und Fellow der Society of Antiquaries.
Charles Spencers Bücher in der Presse:
»Schonungslose Offenheit, gefasst in sehnsuchtsvoll schöner Prosa.« The Times
»Scharfsinnig beobachtet und mit bemerkenswerter sprachlicher Finesse erzählt.« Daily Telegraph
»Ein bewegendes, herzzerreißendes Memoir.« Financial Times
»Eine Meisterleistung.« Washington Post

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