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Dienstag, 5. Mai 2026

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Foto: @Tanja Rothert

Der Sommer, der uns blieb

von Greta Herrlicher (AutorIn)

Vani Verlag                              320 Seiten                       ET: 14.04.2026

 

Verlagsinfo Vani Verlag: 

Drei Freunde, eine alte Schuld – und ein Sommer, der alles verändert.

In einer idyllischen Kleinstadt, umgeben von glitzernden Seen und endlosen Feldern, erleben Britta, Pia und Martin eine Jugend voller Abenteuer und kindlicher Träume. Doch ein verhängnisvoller Sommer reißt die enge Freundschaft der drei auseinander.

Zwei Jahrzehnte später ist die verlorene Zeit zwischen ihnen zu einem fremden Land geworden. Inmitten von Schmerz und Vergebung müssen Britta, Pia und Martin entscheiden, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um die Schatten der Vergangenheit zu überwinden. Doch ein gut gehütetes Geheimnis droht die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, endgültig zu zerreißen. (unbezahlte Werbung, Coverrechte Verlag)

 

 Meine Meinung (Tanja):

„Wahre Freundschaft ist tief im Herzen verankert“

 🌟🌟🌟🌟🌟+

Auf dieses Buch bin ich eher per Zufall über die Rezension einer Leseschwester gestoßen. Abgesehen von der wunderschönen Ausstattung hat mich die dortige Begeisterung über den emotionalen Inhalt derart begeistert, dass ich es unbedingt lesen wollte. Vorab schon einmal so viel, das Buch ist äußerlich ein Traum, doch die innere Schönheit überwiegt noch um ein Vielfaches. Eine Geschichte, die noch lange in mir nachhallen wird.

20 Jahre ist es her, seit die Freundschaft von Britta, Pia und Martin von jetzt auf gleich ihr Ende fand. Das plötzliche Verschwinden von Pia, ließ damals auch Britta und Martin auf Abstand gehen. Als einziger der drei damaligen Freunde wohnt nur Martin unverändert im Heimatort mit seiner herrischen Mutter zusammen. Sowohl Britta als auch Pia zieht es nun aus unterschiedlichen Gründen in den Ort zurück. Britta muss sich um ihren dementen Vater kümmern und Pia, möchte endlich eine Schuld aus der Vergangenheit klarstellen. Dafür bleibt jedoch nur wenig Zeit. 

Dank es einfachen und dennoch poetischen Schreibstils bin ich schnell in der Geschichte angekommen. Martin begegnet mir gleich als toller Charakter, allerdings wird er sehr vom Einfluss der Mutter ausgebremst. Wenn es eine wirklich unangenehme Person im Buch gibt, dann ist es diese Frau. Britta, deren Privatleben gerade vor einem Scherbenhaufen steht, tut sich schon schwer, mit der fortschreitenden Demenz des Vaters umzugehen. Als sie dann ständig Martin begegnet, blockt sie erst einmal alle Kontaktversuche ab. Dieses extreme Abwehrverhalten konnte ich erst gar nicht verstehen. Dank der vielen Rückblenden in die Vergangenheit während der Kindheit und Jugend rundete sich das Bild jedoch immer mehr ab. Auch Pia, die unter einem Künstlernamen in der Stadt ist, macht es sich nicht leicht, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Der Grund, aus dem sie damals sang- und klanglos verschwunden ist, bringt ungeahnte Wahrheiten zu Tage, die auch Einfluss auf das hier und jetzt haben. 

Martin erscheint mir als Freund unerschütterlich, offenherzig, immer das Gute sehend und der perfekte Ausgleich für die eher ruhige und schüchterne Britta und den ehemals quirligen freiheitsliebenden Paradiesvogel Pia. Die drei zusammen waren eine perfekte Einheit, gingen durch dick und dünn, was ihnen eine wunderschöne Kindheit und Jugend bereitete. Bis die Hormone für Aufruhr sorgten.

Die Art und Weise, wie die drei Hauptcharaktere sich nach zwei Jahrzehnten wieder annähern wird seitens der Autorin wunderbar ehrlich und mit ganz vielen Emotionen beschrieben. Die Rückblenden in die Vergangenheit ließen mich gedanklich ebenfalls in die Zeit zurückreisen und eine größtenteils unbeschwerte Zeit zurückdenken. Wie wichtig doch wirkliche Freunde waren und sind. 

Die Zusammenkunft von Britta, Pia und Martin in der Gegenwart hat neben Freude und Hoffnung auch ein großes Maß an Traurigkeit. Eine Tatsache, die jedoch unabwendbar ist. Nicht nur einmal sind bei mir die Tränen geflossen. Und trotzdem ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite wunderschön.

Vielen Dank Greta Herrlicher für dieses absolute Lesehighlight, welches ich allen ans Herz legen möchte. 

 

Mein Fazit:

Eine empathische Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust. Greta Herrlicher hat einen ganz besonderen Schreibstil mit hohem Wiedererkennungswert und tiefen Emotionen. Klar, ehrlich und poetisch schön. Ein Buch das jeder gelesen haben sollte. 

  

Greta Herrlicher

Greta Herrlicher wurde im malerischen Münsterland geboren, das sie liebevoll als die »westfälische Toskana« bezeichnet. Mit ihrer bildhaften Sprache zieht sie Leserinnen und Leser in fesselnde Geschichten über das Leben. Neben dem Schreiben verbringt sie gerne Zeit mit ihrer Familie und sammelt auf Reisen neue Inspirationen für ihr kreatives Schaffen.

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