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Freitag, 12. Juni 2026

Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Foto: @Tanja Rothert (Hintergrund kostenlos Pinterest)
 

Weavingshaw

von Heba Al-Wasity (AutorIn), Diana Bürgel (ÜbersetzerIn)

Ullstein Buchverlage                544 Seiten                ET: 30.04.2026

 

Verlagsinfo Ullstein:

Der #1-Sunday-Times-Bestseller in außergewöhnlicher Ausstattung mit transparentem Schutzumschlag nur in der ersten Auflage

Je dunkler das Geheimnis, desto höher der Preis.

Leena hat ein schreckliches Geheimnis: Die Toten sprechen nur zu ihr. Um ihren Bruder zu retten, verkauft sie ihr Geheimnis an den unergründlichen Saint, einen Mann, der Schuld in Gold verwandelt. Trotz aller Warnungen gerät Leena in die Fänge des Saints und muss für ihn einen Geist finden. Die Suche führt sie in die düsteren Hallen von Weavingshaw, einem verfluchten Anwesen auf den Mooren. Dort beginnt ein gefährlicher Tanz aus Anziehung und Verrat … (unbezahlte Werbung, Coverrechte Verlag)

Das düstere gothic Romantasy-Debüt des Jahres: Saint Silas ist ein morally grey Bookboyfriend zum Niederknien

Der Auftakt der düsteren Weavingshaw-Trilogie

 

 Meine Meinung (Tanja):

                          „Düster und atmosphärisch“

                                      🌟🌟🌟🌟 

 

Ich muss gestehen, dass mir bei diesem Buch zuerst die besondere Ausstattung ins Auge fiel. Dass der Klappentext mich dann auch ansprach, überzeugte mich zum Kauf.

Das Buch startet eher ruhig, so dass ich ausreichend Gelegenheit hatte, um in die Geschichte reinzufinden. Das Setting der fiktiven Welt mutet historisch an, wobei es viele Parallelen zur realen Welt gibt. So zum Thema Krieg, Flucht und Asyl. Über allem liegt eine dunkle, teils beängstigende Atmosphäre. Die Existenz von Geistern und Dämonen passen perfekt zu der eher dunklen und kalten Stimmung.

Für Leena Al-Sayer steht die Familie an erster Stelle. Seitdem ihr Vater im Gefängnis ist, kümmert sie sich um ihren jüngeren Bruder Rami. Als dieser schwer erkrankt sucht sie den Saint der Stille auf, um ihr Geheimnis gegen die lebensnotwendige Medizin einzutauschen. Leena kann Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Ehe sie sich versieht, ist sie vertraglich an St. Silas gebunden und muss einen ganz bestimmten Geist für ihn finden. Die aufwendige Suche führt Sie nach Weavingshaw, dem ehemaligen Familiensitz der Avons umgeben von Mooren und Wäldern. Schnell ist klar, dass dort dunkle Mächte am Werk sind und hinter allem eine schreckliche Wahrheit steckt.

Für Leena hegte ich gleich Sympathie, sie ist bodenständig, mutig und weiß genau, was sie will. Ihre Fähigkeit fand ich allerdings ganz schön speziell und eher belastend. Während der Verhandlungen mit St. Silas feilscht sie mit diesem am Vertragstext. Für mich begegnete Sie dem Saint von Anfang an auf gleicher Höhe. Dessen Auftreten ist kühl, berechnend und emotionslos. Doch mit Fortschreiten der Geschichte bröckelt die Fassade und lässt kleine Einblicke in sein Innerstes zu. Anhand von Rückblenden in die Vergangenheit wurde St. Silas für mich immer interessanter. Was sind seine Beweggründe und warum macht er es sich so schwer im Umgang mit Leena? Dennoch, durch versteckte Gesten und Andeutungen wird deutlich, dass die beiden sich einander nähern.

Auf Weavingshaw sind eindeutig dunkle Mächte im Spiel und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Niemand ist St. Silas, seiner Dienerin Mrs. Van, Leena und Rami wohlgesonnen. Es kommt zu Kämpfen, Übergriffen, Dämonenbegegnungen und einem Wettlauf gegen die Zeit. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger und einigen offenen Fragen. Ich hoffe, die Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten. Von mir eine klare Leseempfehlung für Fans von Romantasy und Gothic.

 

Mein Fazit:

Eine fesselnde Slow Burn-Romantasy mit unheimlicher Atmosphäre und tollen Charakteren. Besonders gefallen hat mir die konstant steigende Spannung und die unerwartete Entwicklung der Geschichte. Das düstere Setting und die Existenz von Geistern und Dämonen sorgten stellenweise für Gänsehaut. 

 

Heba Al-Wasity

Heba Al-Wasity ließ sich zum Schreiben von ihren eigenen Erfahrungen inspirieren: Sie wurde als Kind irakischer Geflüchteter in Libyen geboren, wuchs in Kanada auf und studierte Medizin im Vereinigten Königreich. Sie arbeitete in der Notfallmedizin sowie auf mehreren psychiatrischen Stationen und gewann so aus erster Hand Einblicke, wie Armut und Entbehrung zu gesellschaftlichen Ungleichheiten führen können. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in der Nähe von Manchester – gerade nah genug an den Mooren, um ihre Fantasie zu beflügeln. 

 

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