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| Foto @Gisela Simak. Hintergrund KI! 3. Druckaufl., 2026, Erscheinungstermin: 11.07.2026, 320 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag |
Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Klett Cotta Verlag.
Beschreibung: »Eines der besten Debüts, die ich je gelesen habe. Martha und Juna werde ich noch lange im Kopf behalten.« Dora Heldt
»Zwei hinreißende Schwestern in einer Geschichte voller Liebe, Mut und Hoffnung – dieser Roman hat mich glücklich gemacht.« Elena Fischer
Juna ist siebzehn und will trotz ihres schwindenden Augenlichts um jeden Preis Malerin werden. Martha ist dreizehn und versucht alles, um aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Die zwei wechseln kaum ein Wort miteinander. Doch dann verschlechtert sich Junas Diagnose, und sie erkennen, dass sie sich nur gemeinsam gegen die Welt wappnen können. Einfühlsam und kraftvoll erzählt Cora Wucherer vom unstillbaren Hunger auf das Leben und von einem Sommer, der alles verändert.
Seit sie denken können, teilen sich Juna und Martha ein Zimmer in ihrer engen Familienwohnung in München-Giesing. Doch das ist auch schon alles, was die beiden Schwestern gemeinsam haben. Juna, außergewöhnlich begabt und bedroht von einer seltenen Krankheit, erfährt, dass ihr wohl nur noch wenige Monate bleiben, bis sie ihr Sehvermögen verliert. Ihr Traum, einmal eine ebenso bedeutende Künstlerin zu werden wie ihr großes Vorbild Lotte Laserstein, scheint zu zerbrechen. Ihre jüngere Schwester Martha hingegen kämpft darum, überhaupt gesehen zu werden. Mit Junas Ausweis in der Tasche ergattert sie sich einen Nebenjob in einem Kino – und damit eine völlig neue Unabhängigkeit. Als Juna unbedingt ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen will, ergreift Martha ihre Chance und organisiert eine heimliche Reise für die beiden. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer ungeahnten Herausforderung – und die Schwestern geraten an die Grenzen dessen, was sie voneinander zu wissen glaubten.
»Eine Hommage an die Liebe zwischen Geschwistern und die unbezwingbare Kraft der Kunst.« Annika Büsing
Meine Meinung
All die Hoffnung - All die Liebe.
Das Augenlicht zu verlieren, ist für mich unvorstellbar. Genau das passiert der künstlerisch begabten Juna, die ihren Traum, Bilder zu malen, begraben muss.
Es geht um die Schwestern Juna und Martha. Sie haben schon sehr früh ihre Mutter verloren und leben mit ihrem Vater in einer kleinen Wohnung in München. Auf den ersten Blick scheint ihr Verhältnis zueinander der ganz normale Wahnsinn zu sein. Martha fühlt sich nicht richtig wahrgenommen. Juna leidet unter einer seltenen Augenkrankheit und bekommt vom Vater wesentlich mehr Beachtung. Der gestresste Mann schuftet nachts in einem Krankenhaus und vermisst nach all den Jahren seine Frau immer noch schmerzlich.
Die 13-jährige Martha bewirbt sich in einem Kino als Aushilfe und bekommt die Stelle nur, weil sie Junas Ausweis stibitzt hat. Mit dem Geld, welches sie dort heimlich verdient, erfüllt sie ihrer großen Schwester einen Herzenswunsch. Juna möchte unbedingt nach Malmö, um ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein noch zu sehen, bevor sie ihr Augenlicht komplett verliert.
Juna hat zwei beste Freundinnen und einen festen Freund. Sie möchte ihrem Freund nicht die ganze Wahrheit über ihre Augenkrankheit erzählen. Damit bringt sie sich in gefährliche Situationen. Nur bei ihren Freundinnen kann und will sie ihr Herz ausschütten. Sie leidet unter der seltenen genetischen Hörsehbehinderung, dem Usher-Syndrom. Die letzte Diagnose ist niederschmetternd.
Martha hat kaum Freunde, außer ihrem besten Freund Alex. Im Kino lernt sie die 17-jährige Sophie aus Hamburg kennen, die mit einer gelben Regenjacke den Film 🎥 Flipper anschaut und zurück nach Hamburg will, sobald sie volljährig ist. Beide fühlen eine Seelenverwandtschaft zueinander.
Cora Wucherer bringt uns ein sehr ernstes Thema in einer wunderschönen Sprache näher. Wir lernen zwei Schwestern kennen, die ständig streiten und einen richtigen Reifeprozess durchmachen. Ich konnte Martha gut verstehen und zolle ihr großen Respekt für die immense Verantwortung, die sie in Schweden für sich und ihre Schwester übernommen hat. Im Gegensatz zu Juna hat sie keine Erinnerungen an ihre Mutter. Von einer Tante erfährt sie, dass sich im Keller verschiedene Dinge ihrer verstorbenen Mutter befinden. Kann es wirklich sein, dass sich Erinnerungen an ihre Mutter nur ein paar Stockwerke tiefer befinden?
Die Autorin erspart uns häufige Arztbesuche und lässt uns an dem Alltag der erblindenden jungen Frau teilnehmen. Ich kann wirklich beurteilen, dass ihr das sehr gut gelungen ist, da ich vier Menschen kenne, die an einer Augenkrankheit leiden, die zur Erblindung führen wird. Davon sind zwei schon in jüngeren Jahren erkrankt. Ich hatte alle vier beim Lesen stets vor Augen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Juna und Martha erzählt und nur einmal aus der Sicht des wortkargen Vaters. Ich mochte alle Figuren sehr gerne, da sie wie mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Und irgendwie sind sie das ja auch.
Eine klare Empfehlung für diese herzerwärmende Geschichte, die von großer Hoffnung und Liebe getragen wird.
Ein großes Dankeschön an Cora Wucherer und den Klett-Cotta-Verlag.
Es war mir eine große Ehre, das Buch lesen zu dürfen.


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