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Samstag, 14. März 2026

Alma von Federica Manzon


Foto @Gisela Simak. Hintergrund kostenloses Bild von Pixabay. 


Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Bastei Lübbe Verlag. 

Alma

Übersetzt von

Verena von Koskull

Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert – für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante.

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...

»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« REPUBBLICA

»Federica Manzon schafft mit ganz eigenem, magischem Talent ebenso charismatische wie vielschichtige Figuren.« LA STAMPA

»Nur den ganz großen Romanen gelingt es, eine Welt zu erschaffen, in die die Leserinnen eintauchen können. Sie öffnen uns Zeit und Raum.« ELLE

Ein geheimnisvolles Erbe und ein Stück Geschichte Triests im 20. Jahrhundert.

Es geht um Alma, die es irgendwie nie richtig geschafft hat, Gefühle zuzulassen. Das mag an ihrem Vater liegen, der nie Interesse an ihr gezeigt hatte. Jetzt ist sie in den 50igern und soll das Erbe von ihrem verstorbenen Vater antreten, das sie am liebsten ausschlagen würde. Sie soll Vili ausfindig machen, für den sie einst Gefühle hegte und der ihr jetzt zu ihrem Erbe verhelfen soll. Damals, als ihr Vater Vili nach Triest geholt hatte, da er in Gefahr war, haben sie sich geliebt. Doch Vili ließ sie gefühlsmäßig nie richtig an sich ran.

Nach vielen Jahren versucht sich Alma in Triest wieder zurecht zu finden. Sie lässt uns abwechselnd an ihrer Vergangenheit und Gegenwart teilhaben. Ihre Kindheit kam mir lieblos vor. Weder ihre Eltern noch ihre Großeltern konnten Alma die Wärme geben, die ein Kind braucht. Der Vater ein Grenzgänger und die Mutter, die in einer psychiatrischen Klinik arbeitet und stets innerlich zerrissen wirkt. Die Großeltern kümmerten sich zwar um Alma, aber ich hatte stets das Gefühl, dass sie ihre verwundete Seele nicht richtig erkannten.

Der Schreibstil war für mich nicht leicht, da - für meinen Geschmack - die verschiedenen Zeitebenen zu abrupt wechselten.

»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« Mit diesen Worten wird der Roman angepriesen und hält sein Versprechen. Wir erfahren über das Kriegsgeschehen zwischen Triest und Slowenien. Das war mir alles neu und hat meinen Lesefluss zusätzlich erschwert, da ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste, um mir Infos im Netz zu holen.

Ich würde empfehlen, sich vor dem Lesen von Alma ein bisschen mit der Geschichte zu befassen. Die Autorin hat hier ein sehr feines Buch geschrieben, das es wert ist, entdeckt zu werden. Ich werde das Buch bestimmt ein zweites Mal lesen, da es dann einen besseren Lesefluss für mich haben wird.

Eine klare Empfehlung. Danke, Federica Manzon.


@Basso Cannarsa 


Federica Manzon, geboren in Pordenone, ist Schriftstellerin und Verlegerin. 2008 erschien ihr Romandebüt COME SI DICE ADDIO (Wie man Abschied nimmt). Für ihren von der Kritik gefeierten fünften Roman ALMA, der 2024 in Italien erschien und in neun Sprachen übersetzt wird, erhielt sie verschiedene Preise, darunter den Premio Campiello. Federica Manzon lebt in Mailand. ALMA ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

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