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| Foto: @Tanja Rothert |
Weck mich, wenn die Magnolien blühen
von Jana Holler (AutorIn)
Selfpublishing 184 Seiten Et: 15.07.2026
Klappentext:
Marlas Beziehung ist gescheitert. Unglücklich und frustriert sucht sie Zuflucht bei ihrer Mutter in Norddeutschland. Dort findet sie beim Durchstöbern alter Schulbücher das Poesiealbum ihrer Oma. Unter einem Gedicht von einem unbekannten R. steht der Satz "Weck mich, wenn die Magnolien blühen", den Marla vor vielen Jahren selbst schon einmal gehört hat. Was bedeutet dieser Satz? Und wer ist R.? Marla erkennt: Wer in der Vergangenheit sucht, der findet Antworten, Ängste und eine neue alte Liebe.
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Meine Meinung (Tanja):
„Es ist nie zu spät, um neu anzufangen“
War nicht jeder von uns schon einmal an dem Punkt, wo er Rückschläge erlitten hat und unsicher, wie das Leben weitergeht. So ergeht es Marla. Ihre Beziehung ist zerbrochen, der Job futsch und die gemeinsame Wohnung wird sie auch nicht halten können. Sie sucht Zuflucht bei ihrer Mutter in Ostfriesland und mag so gar nicht mit der Wahrheit herausrücken. Im Poesiealbum ihrer Mutter stößt sie auf einen geheimnisvollen Eintrag, unterzeichnet mit R. WECK MICH, WENN DIE MAGNOLIEN BLÜHEN. Diesen Satz hat sie als kleines Kind schon einmal von ihrer Oma gehört. Das Ganze lässt Marla keine Ruhe und sie beginnt in der Vergangenheit zu stöbern. Ein Geheimnis, welches ihre Oma bestens gehütet hat.
Der Schreibstil von Jana Holler liest sich angenehm flüssig und der Schauplatz an der Küste von Ostfriesland kommt gut rüber. Die Charaktere von Marla und ihrer Familie gefielen mir gut. Oma Henry empfand ich als tolle Frau, aufgeschlossen und modern, anhand ihrer Erzählungen auch schon als junges Mädchen. Ihre Vergangenheit, die sich nach und nach erschließt, fand ich sehr berührend. Als Marla endlich offen über ihre Rückschläge spricht, hat ihre Mutter Michaela, genannt Mitchie, toll reagiert und ihr Mut zugesprochen. Es war ein klein wenig zu leicht, wie Marla wieder Fuß fasste. Beim Wiedersehen mit ihrem Jugendfreund Chris hatte ich Angst, dass jetzt eine kitschige Romanze entsteht, doch da hat die Autorin eine ganz tolle Lösung gefunden.
Auch wenn die Handlung an manchen Stellen zu glatt lief, hat mir die Geschichte im Ganzen betrachtet dennoch gefallen. Ihr Buchdebüt ALASKA – DIE FÄHRTE DER WÖLFE hatte mich jedoch noch mehr erreicht. Auf jeden Fall hat die Autorin das Potential, um ihr Talent weiter auszubauen.
Mein Fazit:
Eine gefühlvolle Geschichte über Neuanfänge, Familie und der Hoffnung, dass es auch in ausweglosen Situationen immer wieder Hoffnung gibt und nach Dunkelheit auch wieder die Sonne scheint. Nicht jedes Geheimnis aus der Vergangenheit birgt eine negative Erfahrung, es ergibt sich lediglich eine neue Zukunft.
geboren 1994 in Hessen, Flugbegleiterin, Liebhaberin der schönen Dinge.

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