Unbezahlte Werbung. (Rezensionsexemplar) Coverrechte liegen beim Dtv-Verlag.
Verlagsinfo: Details
In Åre kennt man seine Nachbarn. Aber man traut ihnen nicht.
Gnadenopfer
Viveca Sten ist die Königin der skandinavischen Spannung – niemand erzählt so packend von der Grausamkeit der Natur und den Abgründen der menschlichen Seele. Der 5. Band der Åre-Morde um Ermittlerin Hanna Ahlander ist der perfekte Scandi Crime für die kalte Jahreszeit.
Eine Reihe rätselhafter Todesfälle sucht das Bergdorf Åre im Norden Schwedens heim. Die Opfer haben eines gemeinsam: Sie alle waren sehr alt und tagtäglich auf Hilfe angewiesen. Obwohl keine der Leichen Spuren äußerer Gewalt aufweist, ahnt Hanna Ahlander, dass etwas nicht stimmt. Mit ihrem Verdacht steht sie allein da, denn seit einem heftigen Streit kann sie auf die Unterstützung ihres engsten Kollegen Daniel Lindskog nicht mehr zählen. Als unberechenbares Tauwetter Hannas Ermittlungen im winterlichen Åre erschwert und sich der Konflikt mit Daniel weiter verschärft, wird ein weiterer Toter gefunden. Hanna weiß, dass die Zeit läuft – doch um zu verhindern, dass weitere Menschen ermordet werden, müssen sie und Daniel wieder zueinanderfinden.
Meine Meinung
Opfer, die auf Pflege angewiesen sind.
>>Jemand der im Hellen heilt und im Dunklen tötet. << (Zitat aus dem Buch)
Ich freue mich jedes Jahr auf die kälteren Tage und die damit verbundene kuschelige Atmosphäre. So habe ich auch dieses Jahr wieder gemütlich auf dem Sofa in eine Wolldecke gehüllt den neuen Fall von Hanna Ahlander gelesen.
Das Thema hat mich wahnsinnig interessiert, aber bei diesem 5. Teil konnte mich die Umsetzung nicht zufrieden zurücklassen. Woran es lag, erkläre ich gleich.
Es geht um betagte Menschen, die auf einen ambulanten Pflegedienst angewiesen sind. Das Pflegepersonal nimmt seine Aufgabe sehr ernst und so manch eine*r ist sich bewusst, dass sie für die alten Leutchen eigentlich zusätzlich Zeit bräuchten, um mit ihnen Gespräche zu führen und sie auch mal in den Arm zu nehmen.
Dennoch passieren Morde, die leider erst auffallen, nachdem vom gleichen Pflegedienst in kurzen Abständen Patienten tot im Bett liegen, die einen Tag zuvor gesundheitlich stabil wirkten.
Hanna bekommt einen Anruf von der Tochter eines Verstorbenen mit der Bitte, dem Tod ihres Vaters auf den Zahn zu fühlen. Hanna versucht erstmal alleine herauszufinden, in welchem Zusammenhang die Morde stehen. War es wirklich jemand vom ambulanten Pflegedienst oder hat sich jemand anderes Zutritt zu den Pflegebedürftigen verschafft? Als sich Hanna an ihren Kollegen Daniel wendet, weigert sich dieser, den Fall ernst zu nehmen.
Auch in diesem Band versteht es die Autorin wieder, ihre Leserschaft auf falsche Fährten zu führen. Ich hatte sämtliche Vermutungen und nur eine einzige hat sich bewahrheitet, die aber nichts mit der mordenden Person zu tun hatte.
Das Thema Hanna und Daniel empfand ich dieses Mal als absolut unpassend. Ihr >>Ich lieb dich, ich lieb dich nicht« Gedönse hat fast die Hälfte des Buches eingenommen. Dabei hätte ich doch viel mehr über die Todesfälle erfahren wollen und das damit verbundene Ermittlungsverfahren. Stattdessen wurde ich in das private Leben der Ermittler hineingezogen.
Das verschneite Bergdorf Åre verfügt über eine geheimnisvolle Atmosphäre, die der Kälte, dem Schnee und dem Nebel geschuldet sein dürfte. Zwischen Nachbarschaftshilfe und Eis finden Morde statt, wie sie schon im realen Leben die Öffentlichkeit schockiert haben.
Wer gerne über das Privatleben von Ermittlern liest, dürfte von diesem Fall begeistert sein. Mich konnten Hanna und Daniel zum ersten Mal nicht komplett überzeugen. Dennoch freue ich mich auf den sechsten Band.
Danke, Viveca Sten.
Viveca Sten, geboren 1959, ist eine der bekanntesten schwedischen Krimiautorinnen der Gegenwart. Mit ihrer Familie lebt sie nördlich von Stockholm. Seit ihrer Kindheit verbringt sie jeden Sommer auf Sandhamn in den Schären. Im Winter aber reist sie zum Skifahren nach Åre – dem Schauplatz ihrer aktuellen Reihe.
Ihre Sandhamn-Krimis lieferten den Stoff für den TV-Serienhit ›Mord im Mittsommer‹, die Åre-Morde wurden für Netflix verfilmt. Viveca Stens Bücher gehören zu den erfolgreichsten Krimiserien aus Skandinavien und erscheinen in über 25 Ländern.

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