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| Foto: @Tanja Rothert (Hintergrund kostenlos Pinterest) |
Die Magnolientochter
Die Blumentöchter Band 4
von Tessa Collins (AutorIn)
Ullstein Buchverlage 496 Seiten ET: 02.01.2026
Verlagsinfo Ullstein:
Ein verborgenes Erbe, eine große Liebe und die Suche nach Heilung
Magnolia weiß sehr genau, was sie will und wo sie steht. Doch als sie in den Unterlagen ihrer verstorbenen Großmutter ein altes Flugticket nach Neuseeland entdeckt, gerät etwas ins Wanken. Was verband Rose mit der fernen Heimat von Magnolias Mutter, über deren Vergangenheit stets geschwiegen wurde? Auf der Suche nach Antworten macht sich Magnolia auf den Weg in das Land am anderen Ende der Welt. Während sie sich für den Erhalt der einzigartigen Landschaft einsetzt und den Zauber einer neuen Liebe erlebt, kommt sie dem dunklen Geheimnis ihrer Familie immer näher. Wird es ihr gelingen, die alten Wunden zu heilen? (unbezahlte Werbung, Coverrechte Verlag)
Mit wunderschönem Farbschnitt: Die beliebte Blumentöchter-Saga um fünf Frauen, die auf fünf Kontinenten den Geheimnissen ihrer Familie nachspüren
Meine Meinung (Tanja):
„Berührende Familiengeheimnisse“ 🌟🌟🌟🌟
Band 4 der Blumentöchter-Reihe dreht sich um Magnolia und ihre Familie. Die Depressionen ihrer Mutter Maia machen Magnolia zunehmend Sorgen. Ein altes Flugticket der Großmutter führt diese nach Neuseeland, in der Hoffnung dort einen Grund für die Erkrankung ihrer Mutter zu finden. Dank der bildhaften Beschreibungen war es mir ein Leichtes mit nach Neuseeland zu reisen. Ich bekam interessante Einblicke in das Land und das Leben der Maori. Berührend und einfühlsam erzählt die Autorin, wie Magnolia die Wahrheit über ihre Herkunft und damit ein großes Familiengeheimnis erfährt. Dank der tollen Recherche habe ich auch einiges über die Traditionen Neuseelands erfahren. Durch die Erzählung auf zwei Zeitebenen, etwas das mir persönlich sehr gefällt, bekamen Geschichte und Charaktere viel mehr Tiefgang.
Die Konfrontation mit alten Konflikten, aber auch die neuen Erfahrungen wirken sich auch auf Magnolias künftiges Leben aus. Ihre Entwicklung hat mir extrem gut gefallen, da sie mir anfangs sehr festgefahren mit Ihrer Meinung und Einstellung schien. Die Thematisierung von Umweltschutz und Klimawandel empfand ich als gut in die Geschichte eingewebt. Jedoch nahm dieses stellenweise für meinen Geschmack zu viel Raum ein, weshalb ich diesen Band als etwas schwächer gegenüber seinen Vorgängern empfand. Dennoch spreche ich gerne meine Leseempfehlung auch. Auch in Band 4 spielt die Autorin wieder mit dem ganzen Spektrum an Emotionen. Vielen Dank Tessa Collins.
Mein Fazit:
Die Blumentöchter-Reihe
begeistert mich durch eine Geschichte, die zu Herzen geht. Dazu die wundbaren
Beschreibungen der bereisten Länder mit deren Bewohnern und Traditionen. Auch
die Magnolientochter überzeugte mich wieder mit ihren authentischen Charakteren
und deren lebhafte Familiengeschichte.
Silke Ziegler / Tessa Collins - Vita
Ich bin ein Kind der 70er, aufgewachsen in Weinheim an der Bergstraße, wo ich auch heute noch mit meiner Familie lebe. Ich bin verheiratet, habe zwei wundervolle Kinder und einen völlig ausgeflippten Hund. Zum Schreiben kam ich durch Zufall, als ich 2013 nach Beendigung der Elternzeit in einer beruflichen Neuorientierungsphase steckte. Die Idee zu meinem ersten Roman "Tödlicher Verrat" kam mir in einem Familienurlaub in Südfrankreich, wo mir die Prostituierten, die in dem Buch eine bedeutende Rolle spielen, am helllichten Tag an der Route Nationale ins Auge gestochen sind. Vier Monate später hatte ich das 600 Seiten starke Manuskript vollendet. Und ein Jahr danach stand ich mit diesem Buch auf der Frankfurter Buchmesse. Tja, so kann es manchmal gehen ...
Ideen für meine Bücher finde ich im Alltag, auf Reisen oder auch durch Nachrichten, die andere vielleicht "nur" erschüttern, bei mir aber oft sofort das Kopfkino anwerfen. Meine Liebe zu Südfrankreich prägt meine Frankreichkrimis, sei es das kleine idyllische Hotel, welches mich zu "Im Angesicht der Wahrheit" inspirierte oder sei es das Ferienhaus, das einfach nur zum Träumen in "Im Licht der Erinnerung" verführt. Die Idee zu "Im Schatten des Sommers" entstand z.B. in einem Bayern-Urlaub, als unser Sohn während eines Einkaufs im Auto wartete. Die Frage, was würde passieren, wenn wir einfach nicht mehr zurückkämen, setzte sich hartnäckig in meinem Kopf fest und wurde zur Ausgangssituation meines dritten Buches. Mit "Die Nacht der tausend Lichter" und "Stille Sünden" habe ich mir einen weiteren Traum erfüllt, in dem ich die Handlungen in meiner Heimatstadt angesiedelt habe.
"Die Frauen von der Purpurküste", eine Roman-Trilogie, deren Handlungsort das wunderschöne Örtchen Collioure ist, ist ein sehr großes Herzensprojekt von mir, in dem die Themen Familiengeheimnisse, Liebe und Backen mit der Besatzungszeit in Südfrankreich während des Zweiten Weltkriegs verknüpft werden.
Ich bin unendlich dankbar, durch meine Bücher so unglaubliche Erfahrungen sammeln zu dürfen und Leute kennenzulernen, denen ich ohne das Schreiben nie begegnet wäre. Und ich hoffe sehr, dass es weiterhin Menschen geben wird, denen ich mit meinen Geschichten ein paar schöne Stunden bereiten kann. Denn genau dafür schreibe ich und das ist meine Motivation, immer wieder in meine Parallelwelten abzutauchen, um die Protagonisten auf ihrem Weg zu begleiten.

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