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Dienstag, 26. Mai 2026

Königin Escher von John Irving


Foto @Gisela Simak. Hintergrund Krone kostenloses Bild von Pixabay. 




Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Diogenes Verlag. 


Info: Königin Esther

Aus dem amerikanischen Englisch von Peter Torberg und Eva Regul

Jimmy Winslow hat zwei Mütter. Honor, die ihn aufgezogen hat, schickt ihn als Studenten von New Hampshire nach Wien, wo er Vater werden soll. Das Wien der Sechzigerjahre ist ein Ort voller Geheimnisse und Versuchungen, und Jimmy springt kopfüber hinein und ist dabei immer auch auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter Esther Nacht. Was er erlebt, ist eine spektakuläre Achterbahnfahrt, wie sie nur das Leben in John Irvings Büchern schreiben kann – voller großer Gefühle, unglaublicher Wendungen und Figuren, die uns nicht mehr loslassen.

Meine Meinung 

Irving konnte mich, nach "Der Sessellift", zum zweiten Mal begeistern. 

Bei Irvings Geschichten habe ich hinterher das Gefühl, in einem furchtbar spießigen Leben zu stecken. Eigentlich traurige Themen gewinnen durch seine Worte an Humor und Tiefe. Sei es bei Adoptionen, Abneigung gegenüber der Kirche oder Abtreibungen. Die Figuren überzeugen mit ihren außergewöhnlichen Handlungen, die ich so im realen Leben noch nie bei jemandem erlebt habe. 


Seine Figuren sind stets einzigartig, obwohl man eigentlich bei jeder das Gefühl hat, sie zu kennen. Ich habe von einer anderen Leserin erfahren, dass die eine oder andere Figur bereits in vorhergehenden Geschichten dabei war. Da "Königin Esther" mein zweiter gelesener Roman ist, konnte ich das nicht entdecken. Bei den zwei Filmen, die ich von John Irving gesehen habe, fiel mir auch nichts auf. Eins haben jedoch alle gemeinsam: Sie fallen aus der Norm und das auf eine liebenswerte Art. 


In diesem Roman haben wir es mit den wunderbaren Winzlows zu tun, die sämtliche Kinder adoptieren. Das Thema Leihmutter und Judentum kommt auch zur Sprache. 


Irving hat wieder sehr viele Themen in diesen Roman gepackt; jedoch, nach meinem Empfinden, ohne die Leserschaft zu überfordern oder zu langweilen. 


Eine klare Empfehlung an alle, die liebenswerte Protagonisten, eine skurrile Handlung, politisches Geschehen und den normalen Alltag mal auf eine andere Art erleben wollen. 


Danke, John Irving. Es war mir ein Fest. Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag. 


John Irving

John Irving, geboren 1942 in Exeter, New Hampshire, lebt in Toronto und ist einer der begnadetsten Autoren Nordamerikas. Seine bisher 16 Romane wurden alle Weltbestseller, vier davon verfilmt. 2000 erhielt er einen Oscar für die beste Drehbuchadaption für die Verfilmung seines Romans ›Gottes Werk und Teufels Beitrag‹.


Auszeichnungen

 ›Dayton Literaturfriedenspreis‹ (Richard C. Holbrooke Distinguished Achievement Award) für sein Lebenswerk, 2019

 ›Medal of Honor in Literature‹ vom The National Arts Club, New York, als einer der einflussreichsten Künstler auf seinem Gebiet, 2019

 John Irving erhält den Lambda Literary Foundation Bridge Builder Award der weltweit größten LGBT(Lesbian, Gay, Bisexual and Transsexual)-Literatur-Organisation, 2013

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Verfilmungen

 John Irving und wie er die Welt sieht, André Schäfer, 2010/2011

 The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung, Tod Wiliams, 2004

 Gottes Werk und Teufels Beitrag, Lasse Hallström, 1999

 Simon Birch, Mark Johnson, 1998

 Das Hotel New Hampshire, Tony Richardson, 1984

Verfilmungen schliessen

»Jeder, der einmal versucht hat zu erklären, was in John Irvings Büchern ›passiert‹, ist wohl gescheitert. Das ist Teil ihrer Qualität.«

Holger Kreitling / Die Welt, Berlin

»Ein wirklich großer Geschichtenerzähler.«

Thomas David / Neue Zürcher Zeitung

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